Beiträge für Wasser und Abwasser in Freudenberg: Bescheide gehen bald raus

Für die Sicherung der Wasserversorgung und die Sanierung der Abwasserbeseitigung werden die Bürger von Freudenberg zur Kasse gebeten. Gezahlt werden können die Beiträge in vier Jahresraten. Die Bescheide werden im Oktober verschickt.

Zentrales Thema der Freudenberger Gemeinderatssitzung war der Beschluss über die Erhebung von Beiträgen für die Sanierung der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung. Bürgermeister Alwin Märkl erklärte dazu, dass die entsprechenden Beitragsbescheide an die beitragspflichtigen Eigentümer der Anwesen im Laufe des Oktobers verschickt werden. Die Beschlüsse dienten dazu, eine sichere Rechtslage mit dem Erlass der Satzungen als Grundlage für die Beitragserhebung zu schaffen.

Die Erläuterungen lieferte Kämmerer Richard Zweck. Für die noch nicht abgeschlossenen Sanierungsmaßnahmen bei der Wasserleitung müssten demnach Vorausleistungsbescheide erlassen werden. Nach dem technischen Abschluss der Baumaßnahme und wenn die Schlussrechnungen vorliegen, müsse eine Abrechnung erfolgen. zur Kalkulation der Beiträge sowie der Überprüfung und Anpassung der Satzung sei ein Kommunalberatungsbüro eingeschaltet worden. Für Altanschließer (alle Anwesen, die bereits an die Wasserversorgung angeschlossen sind), liege der Beitragssatz bei 0,64 Euro netto pro Quadratmeter Grundstücksfläche und bei 6,09 Euro netto pro Quadratmeter Geschossfläche. Hinzu kommt die Mehrwertsteuer in Höhe von sieben Prozent.

Vier Jahresraten
Für die Bezahlung wurde eine Ratenzahlung, verteilt auf vier Jahresraten, beschlossen. Die erste Rate werde einen Monat nach Bekanntgabe des Bescheids fällig. Die zweite bis vierte Rate werde jeweils am 15. Juli des Folgejahres fällig. Wie es hieß sei das genau die Vorgehensweise, wie sie seit vielen Jahren in Bürgerversammlungen kommuniziert worden sei. Ratenzahlung soll eine "finanziell verträgliche Verteilung der Zahlungen gewährleisten".

Die Abwasserbeseitigung ist mittlerweile saniert. Dafür können endgültige Satzungen erlassen werden, eine Abrechnung müsse nicht mehr erfolgen. Für alle Altanschließer (alle Anwesen, die schon an die Abwasseranlage angeschlossen sind) beträgt der Beitragssatz 0,21 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und 5,64 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche. Wie bei der Wasserversorgung ging es auch hier vier Jahresraten. Kämmerer Zweck erinnerte daran, dass bereits 2018 eine Vorausberechnung für die Erhebung der Beiträge als Grundlage für die in den einzelnen Ortsteilen geplanten Bürgerversammlungen erfolgt sei. Nach Erläuterung der Sachlage hätten sich circa 80 Prozent der bei den Bürgerversammlungen Anwesenden für die Erhebung von Beiträgen ausgesprochen. "Durch die Erhebung von Beiträgen ist es möglich die Benutzungsgebühren für die Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung langfristig auf einem niedrigeren Niveau zu halten", so Zweck.

Nur kleine Abweichungen
Wären die gesamten Kosten auf die Gebühren umgelegt worden, wären diese erheblich gestiegen. Die Bürger hätten zusätzlich zu den Abschreibungen aus den Kosten noch die Verzinsung der hohen Summen tragen müssen. Da bei der Vorausberechnung der Kosten nur Schätzungen vorlagen und in den vergangenen Jahren die Kosten im Baubereich erheblich gestiegen waren, wertete es der Kämmerer als erfreulich, das die "damals genannten Zahlen für die Belastungen der Bürger mit nur kleinen Abweichungen eingehalten werden können".

Richard Zweck brachte im Gemeinderat auch eine Beispielrechnung. Für ein Grundstück mit 800 Quadratmetern Grundstücksfläche und 350 Quadratmetern Geschossfläche müsse für Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung mit Kosten von rund 5000 Euro, verteilt auf vier Jahresraten, gerechnet werden. Vor drei Jahren hatte ein von der Kommune beauftragtes Büro die Grundstücks- und Geschossflächen im gesamten Gemeindebereich erhoben. Den beitragspflichtigen Bürgern sei das Ergebnis mit der Möglichkeit der Überprüfung und Korrektur zugestellt worden. Diesen Unterlagen könnten alle Bürger die für sie festgelegten beitragspflichtigen Grundstücks- und Geschossflächen entnehmen. Zweck kündigte an, dass die Gemeinde nun die Beitragsbescheide den betroffenen Bürgern zustellen werde.

Bürgermeister Alwin Märkl ergänzte, dass mit der Sanierung der Wasserversorgung und dem Anschluss der gesamten Gemeinde an die Wasserversorgung der Stadtwerke Amberg die Wasserversorgung für alle Bürger für Generationen gesichert sei. Erneuerungen und Verbesserungen im Bereich der Abwasserbeseitigung stellten "die geforderten Reinigungsleistungen für viele Jahre".

Die Beiträge in der Übersicht

  • Wasserversorgung: Für Altanschließer (alle Anwesen, die bereits an die Wasserversorgung angeschlossen sind) 0,64 Euro netto pro Quadratmeter Grundstücksfläche und 6,09 Euro netto pro Quadratmeter Geschossfläche; plus sieben Prozent Mehrwertsteuer
  • Abwasserbeseitigung: Für alle Altanschließer 0,21 Euro pro Quadratmeter Grundstücksfläche und 5,64 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche
  • Beispielrechnung: rund 5000 Euro (verteilt auf vier Jahresraten) für 800 Quadratmeter Grundstücksfläche und 350 Quadratmeter Geschossfläche

Die entsprechenden Satzungen finden Sie hier.

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